Geschichte

​Am Universitätsspital Zürich wurde die Entwicklung der Neuroradiologie entscheidend durch die Neurochirurgen Hugo Krayenbühl und M. Gazi Yaşargil, dem Schädelbasischirurgen Ugo Fisch, dem Neurologen Günter Baumgartner sowie dem Hirnforscher Konrad Akert initiiert und gefördert und durch den heutigen Klinikdirektor und Lehrstuhlinhaber seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts kontinuierlich in der klinischen Dienstleistung sowie in der Lehre und Forschung zur heutigen klinisch-neurowissenschaftlichen Disziplin ausgebaut. Als solche setzt sie speziell weiterentwickelte bildgebende und interventionelle Verfahren zur strukturellen und ergänzenden funktionellen Diagnostik bzw. minimalinvasiven, bildgesteuerten Behandlung von Erkrankungen des Zentralnervensystems und seiner Anhangsorgane bei Erwachsenen und Kindern ein.

Die wichtigsten Etappen in der Entwicklung der Neuroradiologie am USZ:

​1965​Die Neurochirurgen H. Krayenbühl und M. G. Yaşargil führen erstmals den Begriff „Neuroradiologie“ am USZ ein und definieren in ihrem Lehrbuch „Die Zerebrale
Angiographie“ die Neuroradiologie als ein Sondergebiet innerhalb der neurologischen
Wissenschaften.
​1977​Inbetriebnahme des ersten Schädel-Computertomographen (CT) am USZ.
​1979​Erste katheterbasierte Embolisation einer Gefässmissbildung des Gehirns am USZ 
inführung der Interventionellen Neuroradiologie.
​1984​Erste superselektive intraarterielle Fibrinolyse zur Behandlung des Schlaganfalls.
​1985

​Inbetriebnahme des ersten Magnetresonanz-Tomographen (MR) am USZ 
inführung des „Neuroimaging“.

Errichtung des Lehrstuhl s für Neuroradiologie an der Universität Zürich.

​1992​​Erste Behandlung eines Hirnaneurysmas mit der neuen Methode des Coilings.
Durchführung des ersten internationalen „Zurich Course on Interventional Neuroradiology“ am USZ, der seitdem jährlich durchgeführt wird.
​1994​Schaffung des Ordinariates für Neuroradiologie an der Medizinischen Fakultät der
Universität Zürich und des Institutes für Neuroradiologie am USZ. Einführung des Carotis-Stenting zur Behandlung hochgradiger, symptomatischer Carotis-Stenosen.
​1995​Gründung des neuroendovaskulären Forschungslaboratoriums.
​1998Aufnahme der Forschungsgruppen „Neuroimaging“ und „Neurointervention“ des Institutes für Neuroradiologie im neu gegründeten Zentrum Neurowissenschaften der Universität und ETH Zürich.
​2010​Im Rahmen der neuen Dachstrategie des USZ, Umbenennung des Institutes zur Klinik für 
Neuroradiologie und Zuordnung dem Haupt-Medizinbereich Neuro-Kopf sowie dem Neben-Medizinbereich Bildgebende Verfahren.
Einführung der mechanischen Thrombektomie zur Behandlung des Schlaganfalls.
​2012​Eröffnung des MR-Zentrums NORD mit drei Hochfeld (3Tesla)-Magnetresonanz-Tomographie-Anlagen und neurochirurgischem intraoperativem MR.
​2014​Gründung des Klinischen Neurozentrums des USZ bestehend aus den drei Kernkliniken Neurologie, Neuroradiologie und Neurochirurgie.